Der Weg führt uns nach dem letzten Roadtrip „Südtirol“ diesmal mit dem Auto von Köln ins 5-Sterne Mountain Resort Edelweiss nach Großarl im Salzburger Land. Wer dann nach dem Inntaldreieck und 600 Kilometern mit dem Auto auf der A8 in Richtung Salzburg steuert, darf sich über das oberbayrische Alpenpanorama freuen. Denn direkt am Wegesrand passieren wir ganz nah den Chiemsee, den größten der bayrischen Seen inmitten einer Bilderbuchlandschaft.
*Alle Fotos Copyright Gregor Roske, Axel Winkelnkemper
Es geht via A8 über die nahe Grenze, dabei bleibt die Mozart-Stadt links liegen – und wir sind im Nu mitten im Salzburger Land. Nach St. Johann im Pongau kommt links vom Gasteinertal der Abzweig ins Großarltal. Die Straße windet sich zügig den Berg hinauf, ein paar enge Kurven, vorbei am „Großarler Genuß“, einem kulinarischen Spezialitäten Retreet, und schon taucht nach ca. 70 Kilometer von Salzburg aus vor uns Großarl auf.

Das Edelweiss am Kreuzkogel
Das 5-Sterne Mountain Resort Edelweiss liegt gleich rechts am Hang vom Kreuzkogel. „Welcome to the family“, so der Wahlspruch der Bleibe für „kostbare Auszeiten“. Wir gleiten zur Rezeption in die Tiefgarage, vorbei an einem alten Mercedes 170 und den hoteleigenen Leih-SUVs zur Erkundung des Salzburger Umlandes. Angekommen in der Lobby, diese gefühlt groß wie ein Fußballfeld begrüßt uns Hausherrin Karin Hettegger mit Charme und Herzlichkeit.


Von „Glanz in der Hütte“ kann man bei diesem Familienresort wirklich sprechen, denn es umgibt uns ein alpiner Luxus von „Blessed with the Best“, vom „Adults only“-Bereich bis zur „Baby Mountain Area“. „Behaglichkeit und Luxus“, erklärt die Chefin des Hauses die Mission der Familie, den Hausherren in dritter Generation und ebenfalls Betreiber des 5-Sterne Hotels Edelweiss in Berchtesgaden. Hetteggers Credo: „Eingebettet in unser malerisches Großarltal soll das Edelweiss ein idealer Rückzugsort für Aktive, Erholungssuchende und Genießer sein.“
Exklusiver Komfort und große Behaglichkeit
Also genießen wir den exklusiven Komfort in einem der 138 Zimmer, davon allein 86 Suiten. Edles Design und heimische Materialien vermitteln sogleich große Behaglichkeit. Durch riesige Fensterfronten haben wir einen traumhaften Ausblick auf die Großarler Bergwelt. Kleine Überraschung am Rande: die, in der getrennten Toilette integrierte Warmwasserspülung, Gebrauchsanleitung per QR-Code inklusive. Die Loggia für Entspannung an der frischen Bergluft schmückt eine großzügige Chaiselongue. Einige der Suiten sind zusätzlich noch mit eigenem Whirlpool, Sauna oder Infrarotkabine ausgestattet.



Natürlich treibt es uns bei über 30 Grad im August in die Outdoor-Wellnesswelt. Mehrere Außenpools und Liegeflächen stehen auf fünf verschiedenen Ebenen mit separaten Bereichen für Familien und Erwachsene zur Auswahl. Wer Lust auf Action hat, findet im Wasserrutschen Park mit fünf Rutschen, Half-Pipe und Trichter seinen Spaß. Der oberste Pool ist nur für Erwachsene reserviert. Dort lässt sich lässig planschen und im Wasser massieren, während sich gleichzeitig der tolle Blick in die Berge rundum genießen lässt. Keine Frage, dass wir gleich auch den Service für einen coolen Drink bemühen. Witziges Detail: Ein Aperol Spritz heißt hier Veneziano!


Perfekt entschleunigen
Der Spa-Bereich verfügt unter anderem über verschiedenste Saunen, Whirlpool, großes 20-Grad-Wasserbecken und eine Eisdusche. An einer Self-Service-Bar bedient man sich mit isotonischen Drinks und diversen Knabbereien. Wem das nicht reicht, der findet gleich nebenan ein Bistro, das alle weiteren Wünsche erfüllt, ebenso wie das individuelle Beauty-Verwöhnprogramm im Beauty Mountain Spa mit eigenem Friseursalon. Kurz gesagt, im Edelweiss ist wirklich alles geboten, um perfekt vom Alltag zu entschleunigen.


Der Weg durch die verschiedenen Stockwerke des Hauses mit diversen Treppenhäusern und Aufzügen erfordert zu Beginn unseres Aufenthalts ein wenig Orientierungssinn. Dieses Auf und Ab ist natürlich der Lage am Hang und den verschiedenen Ausbaustufen geschuldet, die letztlich den Aufstieg des Hauses zum 3. Platz der 100 besten Hotels in der Kategorie Luxury Health & Spa sicherte.
Regionale Menues und Sushi-Kreationen
Immerhin führt ein Aufzug von unserem Stockwerk aus direkt ins Restaurant „Hoamat 78“ und sein Küchenchef Fabian Ertl. Mit herzlicher Aufmerksamkeit begrüßt uns gleich Peter Hettegger mitten in der Schar anderer Gäste und geleitet uns zum Tisch. Ohne Dresscode (Smart Casual), aber in langer Hose umgibt uns gemütlich-alpenländische Atmosphäre. Hettegger entlässt uns mit der atlantenähnlichen Weinkarte in die kundigen Hände der zahlreichen Servicekräfte. Der normale Aufenthalt bietet den Gästen Halbpension, dabei können wir zwischen einer regionalen, vegetarischen und internationalen Menuefolge wählen, wobei die einzelnen Gänge jeweils auch getauscht werden können.


Die hauseigene Sushi-Bar lässt Gourmet-Herzen höher schlagen. Denn hier werden ganztägig herrlich frische Sushi-Kreationen zubereitet. Daher entscheiden wir uns als Appetizer für ein Sushi mit japanischem Wagyu-Rind. Es folgt ein Kalbsbutterschnitzel in Pfefferrahm, Rinderkraftbrühe mit Tiroler Knödel, Zwiebelrostbraten vom Salzburger Kalb und Essiggurken und Schwarzbeernocken in Buttermilch. Alternativ tauschten wir zu Wasabi Garnele mit Mangocreme und Wakame und rosa Rehrücken mit Sellerie, Steinpilzen und Ravioli. Natürlich gibt es auch Gillardeau Austern und schwarzen Störkaviar, aber auch eine Auswahl von Pizzen aus dem Steinofen. Für besondere Ansprüche seht auch noch das mit zwei Hauben prämierte Steak-Restaurant Sirloin Grill & Dine zur Verfügung.

Weinkeller mit über 30.000 Flaschen
Was es an Wein sein darf: Dafür schmökern wir in der 1.500 Positionen umfassenden Weinkarte, dem Hobby von Peter Hettegger. Die Weinbar Kork & Gloria ist denn auch ein echtes Paradies für Weinliebhaber. Mit mehr als 30.000 Flaschen renommierter Weingüter aus aller Welt wird sie zu einem wahren Eldorado für Genießer. Eine Empfehlung der Head-Sommelière Daniela Neuhauser zum Dinner ist ein Primo Grande Cuvée Kellerei Terlan oder von Kollege Oliver D’Angnolo der Riesling Kiedricher Gräfenberg von Robert Weil oder von Daniel Heidegger Blaufränkisch Ried Sybritz von Wachter & Wieser.
Der Abend verläuft lässig auf der Außenterrasse vorm Haus, die zweigeteilt auch als Auffahrt zum Entrée des Resort dient. Hier lässt sich in der Alpendämmerung herrlich relaxen, bevor wir schließlich auf einen Nightcup an der imposanten Bar des Hotels vorbeischauen. Für Zigarrenliebhaber erfüllt ein Raucher-Kabinett in der Lobby die speziellen Wünsche der Gäste.


Am nächsten Tag erzeugt das imposante Frühstücksbuffet zur ersten Wiener Melange oder „Kleinem Braunem“ beste Stimmung. Es ist alles geboten, was Herzen höher schlagen lässt: heimische Brote, feine regionale Schinken-, Wurst- und Käsespezialitäten, frisches Obst und jede Menge gesunde Milchprodukte, was will der Mensch mehr. Mehr gibt’s natürlich noch auf einer Eier- und Pfannkuchenkarte, zum Beispiel ein schmackhaftes Omelette oder die berühmten Eggs Benedict. Ein Gläschen Champus zum Toast ist natürlich auch drin.
Action in der Outdoor-Alpenwelt
Auf, auf sprach der Fuchs zum Hasen, die phantastische Outdoor-Welt rund um Großarl schreit förmlich nach Action. Gleich vis à vis vom Lobby-Eingang liegt der Skistadl, der im Sommer Mountainbikes für jeden Zweck feilbietet. Großarl ist ein erstes Ziel für Wanderer, Naturliebhaber und Abenteurer. Die einzigartige Lage im „Tal der 40 Almen“ bietet unzählige Wanderwege direkt vor der Haustüre. Die Trails führen durch idyllische Landschaften und atemberaubende Bergpanoramen. Unterwegs laden traditionelle Hütten mit herzhaften Schmankerln und regionalen Köstlichkeiten zu einer kurze Pause ein.



Im Winter hingegen eröffnet sich die Location als Hotspot für Skifahrer und Wintersportfans. Dank der idealen Lage direkt an der Piste beginnt der Tag im Schnee buchstäblich vor der Haustür. Die 760 Pistenkilometer im Skigebiet Ski amadé sind sportlich und lassen zwischen Kreuzkogel (2027m) und Kieserl (1954m) keine Wünsche offen. Die Bergbahnen nebenan führen sogar über das Fulseck (2033m) bis zum Anschluss an Dorfgastein im Nachbartal. Das Edelweiss bietet natürlich einen hauseigenen Skiverleih und ein beheiztes, hochmodernes Skidepot.
Per Gondel auf „Wolke7“
Wir nehmen die paar Schritte bis zu den Bergbahnen, die Panoramabahn führt zur Lareiter Alm, die Kieserlbahn jedoch auf 1954m zur Sky Lounge Großarl – Wolke 7, zufällig ein Retreat der Familie Hettegger. Trotz einiger Seufzer meines Begleiters angesichts der atemberaubenden Höhe der modernen Gondel über den diversen „Abgründen“ genießen wir den grandiosen Rundumblick über die Bergwelt, Trails und Pisten und kommen unbeschadet in der Bergstation an.


Begrüßt von weidenden Kühen halten wir Umschau ins schöne Salzburger Land und bis ans Ende des Großarltals. Das Bergrestaurant Wolke 7 lockt mit Weißwurstfrühstück und diversen Cocktails nach dem Motto „Heaven on Earth“. Neben einer Brettljause gibt es auch cremige Burrata oder ein Carpaccio vom Jungrind. Derart verwöhnt, fällt es nicht leicht, uns nach erholsamer Rast via Gondel wieder aus der Höhe zu verabschieden. Da juckt es doch schon, entweder mit dem Bike oder winters auf Brettern ins Tal zu rauschen.
Wir genießen noch einen wunderschönen Nachmittag und Abend in der Luxuswelt des Edelweiss, bis wir uns am nächsten Morgen wieder Richtung Salzburg und danach zum Mond- und Attersee bei Familie Hetteger verabschieden. Beeindruckend, wie das Familienunternehmen diese persönliche Atmosphäre mit sämtlichen Luxus übereinbringt, während die Bergwelt der Umgebung auch noch für das zünftige Feeling sorgt.
Wichtige Websites und weitere Infos
Die Websites finden sich unter https://www.edelweiss-grossarl.com/de sowie https://www.grossarltal.info
Chiemsee Stopover
Der Chiemsee ist einen Stop wert. Das „bayrische Meer“ lockt nicht nur mit bezaubernden kleinen Ortschaften wie Prien, Bernau und Übersee und heimeligen Biergärten, sondern auch mit der großartigen Landschaft der Chiemgauer und Mangfaller Alpen mit Kampenwand, Hochfelln und Hochries. Das Besondere: Hier findet sich noch weitgehend frei zugängliches Ufer zum Chillen und Baden, keine Selbstverständlichkeit in der Nachbarschaft von Starnbergersee und Ammersee. Nach einem Abstecher auf die Herreninsel im Chiemsee und der Aufwartung am dortigen Schloss Herrenchiemsee des bayrischen Märchenkönigs Ludwig ist Salzburg nur noch einen Steinwurf (65 km) weit weg.


Anreise nach Großarl per Flugzeug
Über den Flughafen Salzburg (SZG) ca. 70 km entfernt und bequem erreichbar.
Über den Flughafen München (MUC) ca. 220 km entfernt, ca. 2,5 Stunden Fahrtzeit bis zum Resort.
Anreise nach Großarl per Bahn
Das Resort ist bequem auch mit der Bahn erreichbar. Direktverbindungen nach Salzburg, dann umsteigen in einen Zug nach St. Johann im Pongau. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Bischofshofen und St. Johann im Pongau, die regelmäßig mit dem Fernverkehr verbunden sind.




















